16
Dez
2015

Silbenbögen – mit diesem Arbeitsblatt werden eure Schüler zu genialen Erfindern

Silbenbögen sind ein fantastisches Unterrichtsmittel. Ihre Funktion ist intuitiv zugänglich und durch die geschwungene Form können sie flüssig gesetzt werden. Aber vor allem heben Silbenbögen in Texten und Wörtern eines der zentralen Elemente des Spracherwerbs hervor: Silben sind die ersten sprachlichen Einheiten, die Babys aneinanderbauen und miteinander kombinieren.

Durch Hervorhebung von Silben werden komplexe Texte und Wörter auf einfachere Einheiten zurückgeführt. Das gilt natürlich auch für andere Silbenmarkierungen (Silbierungen), wie zum Beispiel die farbigen Silbenmarkierungen, die insbesondere aus dem ABC der Tiere des Mildenberger Verlags bekannt sind.

Es gibt zwei grundsätzliche Nutzungsarten von Silbenbögen oder anderen Silbierungen:

  • Sie können passiv in Lesetexten enthalten sein. So machen Texte oder Arbeitsblätter mit Silbenbögen das Lesen leichter. Das bietet sich zum Beispiel bei besonders schwierigen Texten an oder für Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche. Aber auch für besonders melodische Textformen wie Gedichte sind Silbenbögen hilfreich und sinnvoll.
  • Die aktive Benutzung von Silbenbögen auf Arbeitsblättern kann eine eigene Aufgabe sein. Dann sollen die Kinder etwa Silbenbögen setzen, zählen oder zuordnen.

In diesem Artikel werde ich mit der aktiven Variante beschäftigen.

Das Problem dabei, auf das ihr sicherlich auch schon gestoßen seid: einfach nur die Silbenbögen zu setzen (oder zuzuordnen, zu zählen usw.) ist oft langweilig für Kinder, genau wie andere Silbentrennungsmethoden (zum Beispiel Klatschen), die nicht in einen größeren Kontext integriert sind.

Die Lösung lautet natürlich: die Silbenbögen mit spannenden Aufgabentypen kombinieren.

Eine schöne Aufgabe möchte ich euch hier ausführlich vorstellen. Natürlich könnt ihr euch die dazugehörigen Silbenbögen-Arbeitsblätter gratis als PDF oder Worksheetcrafter-Datei herunterladen – klickt dafür einfach auf die Bilder:

   

Zum Herunterladen der Silbenbögen-Arbeitsblätter einfach auf die Bilder klicken!

Aufgabe mit Silbenbögen: Erfinde Gegenstände und benenne sie

1. Wortkärtchen. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Wortkärtchen, auf denen verschiedene mehrsilbige Gegenstände geschrieben sind, zum Beispiel Telefon, Mixer, Auto… Wichtig ist dabei, nur wenige Wörter zu nehmen, die aus mehreren Wortstämmen bestehen, wie beispielsweise Backofen. Bei solchen Wörtern würden wir und die Kinder uns nämlich zu sehr auf die Silbengrenze zwischen den Wortstämmen konzentrieren, also Back-ofen.

Beim Entwerfen der Kärtchen könnt ihr genauso vorgehen, wie neulich beim Weihnachtsfaltbuch (kurz und knapp: Seitenränder auf Null stellen, Aufgabenblöcke und Punktespalte einfügen).

2. Silbenbögen einzeichnen. Je nach gewünschter Schwierigkeit sind die Silbenbögen schon vorgegeben oder sie werden von den Kindern eingezeichnet. Mit dem Worksheet Crafter könnt ihr die Silbenbögen automatisch setzen lassen, indem ihr das Textfeld markiert und oben recht auf „Silbenbögen anzeigen“ klickt. Wir haben mal beide Varianten für euch gemacht, dann könnt ihr aussuchen, welche ihr benutzen wollt. Nach dem Einzeichnen der Silbenbögen sollte erst einmal gemeinsam kontrolliert werden, ob sie bei allen richtig liegen. Danach können die einzelnen Wortkärtchen ausgeschnitten werden.

3. Gegenstände erfinden. Dann überlegen die Kinder, welche Paare von Gegenständen man jeweils zu einer neuen spannenden Erfindung kombinieren könnte. Zum Beispiel: Pantoffel + Pflanze = eine Pflanze, deren flauschige Blätter als Hausschuhe benutzt werden können. Oder Mantel + Ofen = ein Mantel mit Heizfunktion für besonders kalte Tage.

4. Den Erfindungen Namen geben. Für jede Erfindung soll ein Name gesucht werden, der eine Kombination aus den Namen der zwei Gegenstände darstellt. Zum Beispiel Pantofze oder Manfen. Dafür werden die Karten an den Silbenbögengrenzen zerschnitten und neu zusammengesetzt.

5. Kleiner Steckbrief der Erfindung. Auf einem Arbeitsblatt werden die Namen der Erfindungen aufgeklebt. Außerdem schreiben die Kinder zu jeder Erfindung eine kleine Beschreibung. Zusätzlich können natürlich auch Bilder gemalt werden, zum Beispiel als Bonusaufgabe wie auf unserem Arbeitsblatt.

Wir haben unseren Silbenbögen-Arbeitsblättern ein gesondertes Arbeitsblatt mit einer ausführlichen Erklärung der Aufgabe anhand eines Beispiels beigelegt, damit die Schülerinnen und Schüler das Funktionsprinzip sofort erfassen können.

Ladet euch gleich die Kärtchen zum Ausdrucken und Auschneiden (mit Silbenbögen und ohne Silbenbögen), das Arbeitsblatt mit der Aufgabenstellung und das Arbeitsblatt für die Erfindungssteckbriefe herunter.

Unsere Tipps:

  • Aus der Aufgabe lässt sich prima ein großes, fächerübergreifendes Projekt (in Deutsch, Kunst und Sachkunde) machen. Dabei suchen sich die Kinder einen der Gegenstände aus und stellen ihn auf einem Plakat ausführlich vor. Dann könnten sie sich zum Beispiel noch überlegen, wie die Erfindung aufgebaut sein soll, wie die einzelnen Bestandteile heißen und was sie kosten soll.
  • Die Aufgabe funktioniert auch mit vielen anderen Wortfeldern statt der hier gewählten Alltagsgegenstände: Als verrückte Biologen können die Kinder neue Tierarten erfinden, als Trainer neue Sportarten, als Köche neue Gerichte, als Architekten neue Gebäude und so weiter.

Habt ihr noch weitere Ideen zu diesem Aufgabentyp? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

 

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