11
Mai
2020

Ich werde Mathe-Profi – Rechnen über die 10 hinaus

Viele von euch kennen ja unsere Philosophie: Als Social Business wollen wir gesellschaftlich etwas Gutes bewirken. Für uns bei SchoolCraft bedeutet das ganz konkret, dass wir euch alles an die Hand geben möchten, um eure SchülerInnen bestmöglich zu fördern. Darum haben wir zum Beispiel mit Beginn des Coronakrise unseren Fahrplan geändert, um euch im Rahmen der Aktion Eulennest  bei den Herausforderungen des Fernunterrichts zu unterstützen. 

Der Gedanke euch bestmöglich zu helfen prägt tatsächlich unser gesamtes Denken und Handeln. Und genau aus diesem Bestreben heraus ist im letzten Jahr ein Pilotprojekt entstanden, zu dem wir heute eure Meinung wissen möchten. Aber lasst uns zuerst nochmal einen kleinen Zeitsprung in die Vergangenheit machen…

Unsere erste Verlagskooperation – wie es dazu kam

Dass immer mehr von euch den Worksheet Crafter für die tägliche Unterrichtsvorbereitung nutzen, ist verrückterweise auch den Verlagen von Lehrmaterialien nicht verborgen geblieben. Und so erreichten uns in den letzten Jahren immer häufiger Kooperationsanfragen. Da Verlagshäuser wie die allermeisten Betriebe aber nun mal gewinnorientiert arbeiten und damit nicht wie wir als Social Business agieren, haben wir solche Anfragen bisher immer abgelehnt. 

Dennoch.
All unserem Idealismus zum Trotz, eine nagende Unsicherheit blieb. Nämlich die Frage: 
Was entsteht wohl, wenn man die Erfahrung eines Verlages mit der Technik des Worksheet Crafters kombiniert? Und dann weitergedacht: 

Profitieren Lehrkräfte und SchülerInnen in der Praxis eventuell tatsächlich immens von veränderbaren Lehrwerken und Verlagsmaterialien? Also blockieren wir mit unserem Nein vielleicht sogar etwas, das ihr euch sehnlichst wünscht?

Wir haben lange diskutiert und dann festgestellt: Ohne euer Feedback finden wir keine Antworten auf diese Fragen. Daher haben wir einen Pilotversuch gewagt und uns für den Probeflug mit dem Verlag an der Ruhr zusammengetan.

Was bei der Kooperation entstanden ist

Die Autorin Michaela Lindmüller hat euch ein 48-seitiges Arbeitsheft mit vielseitigen Übungen gezaubert, mit dem eure Klasse das Rechnen über die 10 hinaus trainiert. Bei diesem Projekt hat also der Verlag an der Ruhr die Inhalte zusammengestellt und wir haben die technische Grundlage geliefert (nämlich den Worksheet Crafter und unser Dateiformat).

Bestimmt ahnt ihr jetzt auch schon, was das Besondere am Mathe-Profi ist! Neben der Printvariante ist beim Verlag auch eine digitale Version des Arbeitsheftes erhältlich. Und die Digitalvariante wird nun zum allerersten Mal als PDF und als veränderbare Worksheet Crafter-Datei ausgeliefert

Für euch bedeutet das: Ihr könnt mit dem Mathe-Profi jetzt erstmalig Verlagsmaterial ganz individuell an die Bedürfnisse eurer Kinder anpassen. So einfach und unkompliziert, wie ihr das auch sonst vom Worksheet Crafter gewohnt seid. Aber eben mit didaktischen Inhalten, die vom Verlag an der Ruhr mit viel Liebe erstellt wurden. Und wir sind extrem gespannt, wie solche veränderbaren Verlagsmaterialien bei euch ankommen!

Für wen das Mathe-Profi Arbeitsheft gedacht ist

Mit dem Matheprofi-Heft lernen eure Erst- und Zweitklässler Schritt für Schritt, wie man bei Addition und Subtraktion im Zahlenraum bis 100 über die 10 hinaus rechnet.

Das Arbeitsheft ist dabei vom Verlag so konzipiert worden, dass es durchaus auch als Unterstützung für Förderkinder verwendet werden kann – schaut euch dafür am besten individuell an, welche der vielen unterschiedlichen Aufgaben eurem Förderkind am besten helfen.

Übrigens: Der Mathe-Profi ist nicht verwandt mit unseren beiden Deutsch-Profiheften. Die ähnliche Namensgebung war tatsächlich Zufall. 🙂 

Das erwartet eure Klasse beim Mathe-Profi

Neben vielseitigen Übungen zum Bündeln und den Stellenwerten, trainieren eure Kids mit dem Mathe-Profi halbschriftliches Rechnen sowohl schritt-  als auch stellenweise. Und natürlich gibt es viele tolle Aufgabenformate rund um das Verringern und Ergänzen bis zum nächsten 10er.

Eure Klasse übt die Zehnerüberschreitung unter anderem mithilfe der Rechenstrategie Erst bis zum Zehner und löst außerdem jede Menge Aufgaben am Zahlenstrahl, Hunderterfeld, Rechendreieck, den Rechengondeln, Rechenpäckchen und, und, und. Wenn ihr auf unsere Bilder klickt, bekommt ihr schon mal eine ganz gute Idee von den Inhalten.

Durch die Vielzahl und Varianz der Aufgabenformat könnt ihr den Mathe-Profi tatsächlich ganz flexibel in eurer Stunde verwenden. Zum Beispiel als zusätzlichen Baustein neben eurem Lehrwerk oder als wiederkehrendes Element für die Freiarbeitsphasen. Die enthaltenen Übungen sind dabei nicht nur praktisch, um richtig fixen Kids zusätzliches „Futter“ anzubieten, sondern eben auch dazu geeignet, um Kinder mit mehr Übungsbedarf noch besser zu unterstützen. 

Und weil ihr das Heft in der Digital-Variante ja als Worksheet-Crafter-Datei bekommt, besteht natürlich auch die Möglichkeit, die enthaltenen Aufgaben ganz individuell auf eure Kinder abzustimmen. Ihr könntet den Mathe-Profi sogar langfristig an den größer werdenden Zahlenraum für höhere Klassen anpassen. Klar, sowas bedeutet nicht ganz unerheblichen Aufwand für euch. Aber möglich wäre es jetzt. 🙂

So holt ihr euch den Mathe-Profi

Die Printversion des Heftes könnt ihr einfach hier über den Verlag bestellen. 

Die Digital-Variante des Mathe-Profis wird euch nach dem Kauf sowohl als PDF als auch als veränderbare Worksheet Crafter-Datei bereitgestellt. Bitte lasst euch nicht davon verwirren, dass auf der Website des Verlags unter dem Punkt „Ausstattung“ nur das PDF gelistet ist. Insgesamt erhaltet ihr beim Kauf der Digital-Ausgabe des Mathe-Profis natürlich immer vier Dateien:

Den Mathe-Profi (jeweils als WsC-Datei und PDF)
Das Lösungsheft (jeweils als WsC- Datei und PDF)

Um den Mathe-Profi nach dem Kauf auch öffnen zu können, sollte auf eurem PC mindestens der Worksheet Crafter 2020.1 installiert sein. Mit älteren Worksheet Crafter Versionen lässt sich das Heft aus technischen Gründen leider nicht öffnen. 

Tipp: Ihr seid euch nicht ganz sicher, welche Worksheet Crafter Version auf eurem Rechner aktuell installiert ist?  Hier erklären wir euch, wie ihr es herausfindet.

Noch ein ganz wichtiger Hinweis

Wir stellen beim Mathe-Profi lediglich die Technik und die enthaltenen Illustrationen. Das Gesamtwerk ist aber das geistige Eigentum des Verlags an der Ruhr. Darum gelten bei diesem Arbeitsheft natürlich auch nicht unsere eigenen Nutzungsbedingungen, sondern eben die urheberrechtlichen Hinweise vom Verlag.

Bitte behaltet das im Hinterkopf und wendet euch bei Unsicherheiten oder inhaltlich-rechtlichen Fragen einfach direkt per Mail an info@verlagruhr.de

Die Leute vom Verlag an der Ruhr sind wirklich richtig nett. Ihr braucht also keine Scheu bei Fragen haben, wenn euch irgendetwas nicht ganz klar sein sollte. 

Und jetzt das allerwichtigste: Sagt ihr uns die Meinung?

Um sicherzustellen, dass wir bei SchoolCraft wirklich auf dem richtigen Weg sind, um unsere sozialen Ziele zu erreichen, brauchen wir euer ehrliches Feedback. Deshalb wüssten wir heute gerne:

  • Wünscht ihr euch überhaupt veränderbare Materialien von den Verlagen?
  • Und wenn ja, was genau braucht ihr, um eure Kinder noch besser auf ihrem Lernweg begleiten und unterstützen zu können? 

Oder ist so etwas wie dieses Pilotprojekt für euch gar nicht interessant, weil ihr mit dem Worksheet Crafter ja schnell und leicht differenzierte Aufgaben für eure Klasse erstellen und das Material einfach weitergeben dürft?

Egal wie ihr dazu steht, wir sind flitzebogengespannt und freuen uns riesig über eure Rückmeldungen.

Update von Fabian

Nachdem wir inzwischen viel Feedback erhalten haben, nicht nur hier im Blog, möchte ich (Fabian) die Rückmeldungen schon etwas zusammenfassen:

Es gibt zwei Blickwinkel auf dieses Projekt:

Das Arbeitsheft: Wir haben, insbesondere auch auf Instagram, von vielen das Feedback erhalten, dass das Arbeitsheft gut gelungen ist. Und die Möglichkeit, das Heft an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, extrem hilfreich ist. Das freut mich sehr! Michaela als Autorin hat sehr lange zusammen mit dem Verlag an der Ruhr und uns getüftelt, um das möglichst hinzubekommen. Es steckt viel Herzblut in diesem Projekt.

Kommerzielle Öffnung: Kritisch hinterfragt wird von euch jedoch, ob wir beim Worksheet Crafter solche Projekte überhaupt machen sollten. Das heißt, ob wir zusammen mit anderen Unternehmen kommerzielle Arbeitshefte erstellen sollen. Dabei geht es weniger inhaltlich um dieses Arbeitsheft, sondern um die Idee ansich. Das ist auch einer der Gründe, warum wir als SchoolCraft das Projekt machen. Um mit euch dazu in die Diskussion zu kommen. Und zu erfahren, wie ihr das seht.

Und hier noch eine persönliche Anmerkung von mir

Ich habe dieses Projekt selbst betreut, zusammen mit Michaela (der Autorin) und Jan (vom Verlag an der Ruhr). Mir ist wichtig, hier nochmal klarzustellen, dass wir alle drei ausschließlich ein Ziel hatten: ein Arbeitsheft zu gestalten, mit dem wir euch bestmöglich unterstützen. Keinem von uns ging es bei dem Projekt um den finanziellen Gewinn. Auch Michaela und Jan (d.h. dem Verlag) nicht.

Jetzt entstand unten eine konstruktive und ausführliche Diskussion, die ich echt gut finde. Was ich aber nicht möchte: dass der Eindruck entsteht, dass wir „die Guten“ seien. Das Bild stimmt nicht, wie im vorherigen Abschnitt geschrieben. Die gesamte Kooperation hatte die absolut richtige Mentalität.

Die spannende Frage ist also, ob wir als SchoolCraft solche Kooperationen zukünftig vermehrt machen sollen. Da sich ein kommerzielles Arbeitsheft einfach in einigen Punkten von einem kostenlosen Austausch unterscheidet. Darum geht es mir bei meinen Antworten in den Kommentaren.

Liebe Grüße,
Fabian

Abgelegt unter: Arbeitshefte, Neuigkeiten, Umfrage

37 Kommentare

37 Antworten zu „Ich werde Mathe-Profi – Rechnen über die 10 hinaus”

  1. Ariana Bensch sagt:

    Hallo,

    das finde ich eine tolle Idee. So hane ich zwar vorgegebene Seiten, kann sie aber auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler anpassen und die Seiten sehen für alle gleich aus und keiner fühlt sich ausgeschlossen, sondern dazugehörig. Das hat mir bisher schon immer gut gefallen, dass man z. B. den zahlenraum anpassen kann, das Aussehen aber für alle gleich ist.

    Ariana

    1. Romy sagt:

      Liebe Ariana,

      danke, dass du dir Zeit für ein Feedback genommen hast. Dass du durch veränderbares Verlagsmaterial auch das Zugehörigkeitsgefühl in deiner Klasse stärken kannst, ist nämlich ein Aspekt, den wir gar nicht so sehr bedacht hatten. Umso schöner, dass du das nochmal bei un ins Bewusstsein gebracht hast.

      Liebe Grüße
      Romy

  2. Uli sagt:

    Liebes WSC-Team,
    ich bin da meinungstechnisch etwas zwiegespalten:
    Auf der einen Seite finde ich es total praktisch, wenn die Aufgabenformate, die in den Lehrwerken angeboten werden, auch im WSC verfügbar wären. Gerade bei wahrnehmungsschwächeren Kinder können auch nur kleine Unterschiede in der Darstellungsweise oft zum Scheitern führen.
    Auf der anderen Seite finde ich euch und euren WSC – unter anderem – auch deshalb so genial, weil ihr eine ganz klare Firmenphilosophie vertretet. Ich teile meine Materialien kostenlos mit anderen und habe mich auch bewusst dafür entschieden. Da passt diese Aktion nicht ganz ins Bild, auch wenn ich eure Beweggründe („Profitieren Lehrkräfte und SchülerInnen in der Praxis eventuell tatsächlich immens von veränderbaren Lehrwerken und Verlagsmaterialien?“ siehe oben) gut nachvollziehen kann.
    Liebe Grüße
    Uli

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hallo Uli,

      ich habe direkt unten geantworten, in einem neuen Kommentar. Es würde mich sehr interessieren, was du von meiner Antwort hältst.

      Liebe Grüße,
      Fabian

  3. Steffi sagt:

    Hallöchen,

    ich sehe das ähnlich wie Uli. Diesen Post unterschreibe ich also einfach mal. 😉

    Für Lehrkräfte mit sehr wenig Zeit oder Erfahrung im WSC ist das sicher eine tolle Sache. Für mich selbst wäre das aber nichts. Kann ich auch selber. 😉 Einige der Zeichnungen, die ich für die Matheformate habt sind mir aber neu (Wurm, Riesenrad, Seilbahn etc.). Wird es dieser auch mal im WSC geben? Oder kamen die vom Verlag?

    Ist auf jden Fall ein spannendes Pilatprojekt. Bin gespannt, was am Ende dabei herauskommt.
    Libe Grüße,

    Steffi

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hallo Steffi,

      die Bildrechte gehören auf jeden Fall uns. Und wir werden diese Illustrationen später auch im Worksheet Crafter noch veröffentlichen. Aktuell haben wir das noch nicht gemacht, da sie noch kein sinnvolles Materialpaketen zusammen ergeben – dafür sind es zu wenige.

      Zu deinem anderen Input habe ich weiter unten geantwortet. Es würde mich sehr interessieren, was du von meiner Antwort hältst.

      Liebe Grüße,
      Fabian

  4. U. Mannsfeld sagt:

    Schwieriges Thema. Auf den ersten Blick sieht das wie eine gute Idee aus, aber auf den zweiten bekommt das ein „Geschmäckle“.
    Was springt denn finanziell für den WSC bei dieser Kooperation raus? Ist der Gewinn so hoch, dass ihr dadurch eure bisher so vollmundig beworbene Firmenphilosophie über Bord werft?
    So super toll finde ich das Material weder inhaltlich noch in der Gestaltung: zu bunt, zu voll, wenig innovativ. Warum sollte ich mir Verlagsmaterial kaufen, dass ich selbst für meine Klasse passender selbst am WSC erstellen kann? Und warum überhaupt kaufen? Die Idee der Tauschbörse passt für mich viel besser und ich habe dort schon so tolles liebevoll erstelltes Material gefunden, dass einen größeren Wert hatte als dieses Material.
    Also, ich finde das keine gute Idee. Das ist mir einfach zu kommerziell und zu wenig Qualität.
    Sorry, bin ein großer Fan von euch, aber das geht für mich nicht.
    Grüße Udo

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hallo Udo,

      danke für das Feedback! Auch zu deinen Anregungen habe ich unten einen langen Kommentar. Und es würde mich interessieren, ob ich das richtig zusammengefasst habe.

      > Sorry, bin ein großer Fan von euch, aber das geht für mich nicht.

      Genau darum geht es uns: herauszufinden, ob ihr das gut findet oder nicht.

      Liebe Grüße,
      Fabian

  5. Beate sagt:

    Nein, danke. Ich habe kein Interesse an solchen Arbeitsheften und an Material von den Verlagen. Fertiges Arbeitsmaterial passt immer nur für einen Teil der Schüler. Ich habe extra den Worksheet Crafter, damit ich für meine Schüler individuelles Material erstellen kann. Kaufe ich dieses Arbeitsheft, bin ich wieder da, wo ich nicht mehr hin will und früher war.
    Bei fertigem Material stört mich nicht nur die Fülle und das viele Bunte, sondern vor allem auch das Kleingedruckte auf jedem Blatt (Copyright). Das lenkt das Schülerauge unnötig ab. Auf meinen Arbeitsblättern stehen nur die Aufgaben drauf, die der Schüler zum Lernen braucht.
    Ein weiteres Kriterium ist das Schriftbild. Erstklässler lernen die Zahl 7 mit einem Mittelstrich. So steht es auch auf meinen selbsterstellten Arbeitsblättern. In eurem Arbeitsheft Mathe-Profi nicht. Ich bin da pingelig. Ich mag es auch nicht, wenn der Platz auf einem Arbeitsblatt nicht richtig ausgeschöpft wird, also zu viel Rand oben, unten und rechts. Ich wähle lieber eine etwas größere Schrift und nutze das ganze Blatt. Ist augenfreundlicher.
    Je öfter ich Arbeitsblätter erstelle, umso schneller geht es von der Hand. Ich bleibe dabei!
    Gruß, Beate

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hi Beate,

      vielen Dank für das Feedback!

      Habe ich deinen Eindruck unten richtig zusammengefasst?

      Liebe Grüße,
      Fabian

  6. Micha sagt:

    Liebes WSC-Team,
    ich finde die Kooperation in diesem speziellen Fall nicht geglückt, denn wegen Kopiervorlagen mit solch altbackenem Design habe ich mich entschieden mir den WSC zuzulegen, um mir selbst ansprechende ABs erstellen zu können. Wenn ich den WSC nicht kennen würde, würde ich ihn mir garantiert nicht kaufen, wenn ich solche Ergebnisse sehe. Bitte macht weiter wie bisher, soche Kooperationen braucht ihr doch wirklich nicht!
    Grüße von Micha

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hey Micha,

      vielen Dank für dieses offene Feedback. Auch an dich kurz ein kurzes Ping: Ich habe unten eine ausführliche Antwort. Mit dem Versuch, das Feedback zusammenzufassen. Habe ich das aus deiner Sicht richtig getroffen?

      Liebe Grüße,
      Fabian

  7. Tina sagt:

    Ich möchte mich den:“ Nein, danke!“ Kommentaren an anschließen.
    Neben bereits genannten Argumenten fürchte ich auch, dass viele LehrerInnen wieder Profit herausholen wollen und die Materialien dann nicht mehr gratis hochladen, sondern nur zum Verkauf anbieten wollen. Wir geben bereits genug Geld aus und der Worksheetcrafter lebt auch von diesem kostenlosen Austausch!

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hallo Tina,

      danke für das Feedback!

      Schau mal unten in meinen Kommentar. Habe ich in der Zusammenfassung dein Gefühl richtig widergespiegelt?

      Liebe Grüße,
      Fabian

  8. Fabian Roeken sagt:

    Hallo Uli, Steffi, Udo, Beate, Micha und Tina,

    vielen Dank für eure detailliertes Feedback hier im Blog. Wisst ihr, genau deswegen liebe ich meine Arbeit so! Weil ich anhand solcher Beiträge sehe, dass wir die Zukunft mit euch gemeinsam gestalten und konstruktiv darüber disktutieren können. Und bei eurem Feedback rattert jetzt mein Gehirn.

    Bevor ich einsteige, noch eine Sache vorab: der finanzielle Aspekt spielt bei diesem Experiment für alle Beteiligten keine Rolle. Warum wir als SchoolCraft dieses Projekt durchführen: wir sind uns nicht sicher, ob wir mit unserer bisherigen Firmenphilosophie etwas blockieren, das ihr eigentlich gerne haben würdet. Daher haben wir uns entscheiden, dieses Experiment zu machen, um genau das herauszufinden.

    Ich fasse jetzt mal euer Feedback zusammen. Ergänzt durch ein paar Gedanken von mir:

    1. „Schwieriges Thema“: Viele von euch sehen es auch so, dass es ein schwieriges Thema ist und abgewägt werden muss. Das beruhigt mich. Genau aufgrund dieser Unklarheit gibt es dieses Experiment.
    2. „Firmenphilosophie“: Ich bin echt schwer begeistert, dass auch euch unsere Firmenphilosophie wichtig ist. Und wenn ich euch richtig verstehe, dann passen externe Kooperation für euch nicht so richtig zu unserer Philosophie. Das ist für uns wichtig zu wissen. Genau die Frage stlelen wir uns natürlich auch, während wir gleichzeitig auch den Nutzen sehen. Ihr wünscht euch stattdessen lieber, dass der kostenlose Austausch weiter gestärkt wird. Auch um zu vermeiden, dass der kostenlose Austausch ins Stocken kommt, wenn es auf einmal kostenpflichtiges Material geben könnte.
    3. „Differenzierung“: Ihr seht die Differenzierungsmöglichkeiten als eine der Stärken des Worksheet Crafter, und Vorteile für euren Unterricht. Und seht bei fertig erstellten Material nicht den großen Vorteil der Differenzierung. Ihr seid der Meinung, dass die Erstellung von individuellem Material besser und sinnvoller ist.
    4. „Aufgabenformate“: Das finde ich einen spannenden Punkt. Anstatt fertigem Worksheet Crafter Material von Verlagen wünscht ihr euch stattdessen (zumindest Uli), dass ihr im Worksheet Crafter die Aufgabenformate nutzen könnt, die in den Lehrwerken angeboten werden. Also genau andersrum: ihr macht das Material komplett selbst, könnt aber bekannte Elemente von Verlagen als Bausteine verwenden.
    5. „Wichtig oder nicht“: Zwischen den Zeilen, und einmal auch direkt, seht ihr fertiges Material für euch als nicht so wichtig an. Ihr fokussiert euch darauf, individuelles Material zu erstellen. Was ja genau die Idee des Worksheet Crafter ist. Und haltet es daher nicht für so wichtig, dass wir beim Worksheet Crafter Crafter vermehrt in Richtung fertiges Material von Verlagen wandern.
    6. „Erfahrung:“ Die Aussagen könnten anders aussehen, wenn jemand wenig Erfahrung mit dem Worksheet Crafter hat oder ihn selten nutzt. Für diese Person könnte es sinnvoll sein, fertiges und noch anpassbares Material kaufen zu können.
    7. Das ist jetzt natürlich noch nicht genug Feedback, um eine eindeutige Aussage zu haben. Aber zusammengefasst liest sich das für mich so:

      „Liebe Worksheet Craftler. Macht bitte keine kommerziellen Arbeitshefte. Fokussiert euch darauf, uns die individuelle Unterrichtsmaterial-Gestaltung so einfach wie möglich zu machen. Pusht den Gedanken des kostenloses Austauschs. Wenn ihr Verlagspartner überzeugen könnt, Lehrwerk-Aufgabenformate im WsCrafter anbieten zu können, dann wäre das perfekt. Schaut insbesondere in Richtung individuelle Materialgestaltung. Ihr braucht euch nicht um fertiges, kaufbares WsCrafter-Material zu kümmern.“

      Habe ich eure Gedanken so richtig zusammengefasst?

      Liebe Grüße,
      Fabian

    1. Julian sagt:

      Die Zusammenfassung würde ich so unterschreiben. Zum Unterstützung des Arbeitens mit Lehrwerken sind veränderbare Formate der Lehrwerke gerade in der Inklusion sinnvoll. Manchmal braucht es das gleiche Arbeitsblatt einfach noch einmal mit anderen Zahlen. Oder man kann mit einfacherer Zahlen ein ähnliches Arbeitsblatt wie die Mitschüler gestalten. So reduziert sich dieses „Extramaterialgefühl“. Für diese Möglichkeit würde ich sogar etwas Zahlen. Wie toll wäre es auch für digitale Inhalte auf WSC-Go zum Lehrwerk passende Materialen erstellen zu können.
      LG Julian

    2. udo sagt:

      Lieber Fabian,
      DANKE, ich kann das alles unterschreiben, so wie du es geschrieben hast. Ein Grund warum mich der WSC überzeugt, ist eben nicht nur das Programm, sondern ihr als Menschen. Ich finde es sehr mutig, so offen mit einem Experiment umzugehen und nicht beleidigt zu sein, wenn hier nicht alle in Hurra-Schreie einstimmen. Wie auch immer ihr weitermachen wollt: Meinen Respekt habt ihr für das Vorgehen hier auf dem Blog und für mich wünsche ich mir, dass es bei dem einmaligen Experiment bleibt.
      Grüße Udo

      1. Fabian Roeken sagt:

        Hallo Udo,

        danke. Über diesen Kommentar von dir habe ich mich echt sehr gefreut!

        Mir geht es genauso. Ich finde unglaublich wertvoll und auch wertschätzend, dass ich und wir mit euch so offen reden können. Auch über knifflige Themen, die es in sich haben.

        Viele Grüße,
        Fabian

    3. Micha sagt:

      Lieber Fabian,
      du hast es perfekt formuliert, das unterschreibe ich so sofort!
      Grüße von Micha

    4. Uli sagt:

      Hallo Fabian,
      deine Antwort auf die eingegangenen Kommentare ist mal wieder der Beweis, dass der WSC nicht nur ein x-beliebiges Programm ist. Es sind eben bei euch vor allem die Menschen, die den Unterschied machen!
      Einfach nochmal vielen Dank für die Möglichkeit sich über ein – wie ich denke – wichtiges Thema für die weitere Entwicklung des WSCs auszutauschen.
      Ich finde deine Zusammenfassung unserer Gedanken trifft’s für mich punktgenau.
      Viele liebe Grüße
      Uli

      1. Fabian Roeken sagt:

        Hi Uli,

        ganz lieben Dank für deine Worte!!

        Liebe Grüße,
        Fabian

    5. Steffi sagt:

      Hallo Fabian,

      vielen Dank für die tolle Zusammenfassung. Das würde ich so unterschreiben.
      Es ist sicherlich schwierig für euch, das alles so abzuwägen, da sich eure Nutzer sicher in 2 Gruppen aufspalten: die, die gerne alles selber machen und zwar genau so wie sie’s wollen und dann die Kollegen, die nicht so viel Erfahrung mit dem WSC haben. Letztere würden sich vielleicht sogar über solche veränderbare Verlagsmaterialien freuen. Aber diese Gruppe könnte man denke ich genauso glücklich machen, wenn man die Möglichkeit des kostenlosen Austauschs stärkt…
      Ich denke mit dem was ihr bisher geschaffen habt (gerade auch dem Woksheet Go) habt ihr eine tolle Grundlage geschaffen, die ihr weiter ausbauen solltet.
      Vielen Dank jedenfalls, dass ihr mit der ganzen Sache so offen umgeht. Ihr seit ein tolles Team. Ihr findet sicher eine Lösung, bei der ihr nicht das Gefühl habt einen KOmpromiss eingehen zu müssen bzw. Abstriche zu machen.
      Liebe Grüße,

      Steffi

      1. Fabian Roeken sagt:

        Hallo Steffi,

        die Abwägung ist tatsächlich nicht einfach. Und deine Aussage, dass es beide Gruppen/Bedürfnisse gibt, sehe ich genauso. Aber vielleicht hast du recht, und die Forcierung des kostenlosen Austauschs würde allen genügen.

        Jedenfalls machen wir genau so diesem Grund solche Experimente. Um Dinge auszuprobieren, mit euch darüber zu reden und dann daraus zu lernen.

        Wir haben uns noch nicht entschieden. Aber jetzt haben wir, unter anderem dank dieser Diskussion hier, eine viel bessere Entscheidungsgrundlage.

        Liebe Grüße,
        Fabian

    6. Stephanie sagt:

      Lieber Fabian

      Ich habe mich erst jetzt durch die Kommentare gelesen. Diese Zusammenfassung, die du gemacht hast finde ich richtig gut und widerspiegelt auch meine Gedanken. Ich stimme vor allem den Punkten Firmenphilosophie und Aufgabenformate zu.
      Ihr seid toll und ich finde es schön, dass ihr unsere Meinung abholt. Macht weiter so!

      Liebe Grüsse

      Stephanie

  9. Caro sagt:

    Hallo Fabian,

    als ich den Instapost gelesen habe dachte ich mir ach cool, bei genauerem Nachdenken hatte ich jedoch genau die Zweifel, welche viele davor auch geäußert haben. Besonders das Teilen und das ich mich um den Datenschutz eben bei eigenen ABs bei der Weitergabe nicht mehr sorgen muss sind für so tolle Errungenschaften!!! Ich möchte auch nach der Krise mit den Kindern digital arbeiten über die App und vllt meiner eigenen Homepage, auf der dann das übungsmaterial für die Kinder bereitliegt oder als QR Code zu finden ist. All dies dürfte ich mit Verlagsmaterialen nicht.
    Ich bin für Teamwork, kollaboratives Arbeiten nicht für Horten von Material.
    Natürlich sind manche Illustrationen für die Kinder sehr hilfreich, doch auch das lässt sich von euch selbst gestalten!
    Seit ich euch an der Didacta kennen gelernt habe, freue ich mich wie fortschrittlich ihr in eurem Unternehmen arbeitet!!
    Bitte wägt die Pros und Contras genau ab.
    Euren Testlauf mit uns als genau diesen zu definieren, ist ziemlich transparent. Das ist ein sehr schöner Zug von euch Euch!

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hallo Caro,

      vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, hier im Blog so detailliert darauf zu antworten.

      Dein Argument mit der klaren rechtlichen SItuation bei der Weitergabe von ABs ist absolut richtig. Aus der Perspektive hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Dass diese Klarheit verloren gehen könnte, wenn es auf einmal viel WsCrafter-Verlags-Material geben würde. Danke für den Input!

      > Bitte wägt die Pros und Contras genau ab.

      Keine Sorge, das machen wir auf jeden Fall!

      Liebe Grüße,
      Fabian

  10. Fabian Roeken sagt:

    Hallo ihr alle,

    ich habe oben am Ende des Beitrags „Update“ ergänzt. Als erstes kleines Zwischenfazit, auf Basis der gesammelten Rückmeldungen (nicht nur hier aus dem Blog).

    Die Kurzfassung für mich ist: Das Heft ansich kommt bei vielen super an. Die Möglichkeit, das Heft an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können, ist toll. Kritisch hinterfragt wird jedoch, ob wir als SchoolCraft solche Kooperation machen sollten.

    Mit diesen Infos haben wir jetzt auf jeden Fall Stoff zum Nachdenken. 🙂

    Liebe Grüße,
    Fabian

  11. Julia Birk sagt:

    Liebes WsC- Team,

    ohne die Kommentare der anderen genau gelesen zu haben:
    Die Beispielseiten, die ihr zeigt, sehen für mich wenig ansprechend aus. Geld dafür ausgeben – niemals. Dank eurem Programm kann ich das selbst besser. In der Arbeit mit dem WsC hat wohl jeder so seinen Stil entwickelt…

    Die Idee, fertiges Material noch überarbeiten zu können, habt ihr ja bereits mit der Tauschbörse umgesetzt. Da ist bereits so viel gutes Material drin. Und ist die Dateien sind ja schließlich auch von professionellen Lehrkräften erstellt. Der OER-Gedanke an der Tauschbörse ist es, was sie so großartig macht. Ich muss weder dafür zahlen, noch mir Gedanken um Urheberrecht oder Lizenzen machen.

    Es ist außerdem eine Kopfsache: Wenn ich Dateien bearbeite, die ich gekauft habe, dann ist das zusätzliche Arbeit zum ausgegebenen Geld. Wenn ich ins Restaurant gehe, dann weil ich nicht selber kochen will. Ich kaufe nur, was mich hundertpro überzeugt. Wenn ich aber eine Datei aus der Tauschbörse als Grundlage nehme für meine Arbeit, dann betrachte ich es als ein großes Geschenk, diese Vorlage nur noch an meine Klasse und meinen Stil anpassen zu müssen.

    Was ich als einzigen Reiz sehen würde: es sind nicht einzelne Blätter. Es würde die Tauschbörse tatsächlich bereichern, wenn die Dokumente zusammengefasst werden könnten zu größeren Dateien. Was ich mir sehr gut vorstellen könnte: Eine Rubrik Themenhefte. Diese sollten dann als Arbeitshefte oder als einzelne ABs eingesetzt werden können. Je nach Thema vielleicht so 10-20Seiten. Wenn ihr ein Beispielheft hochladet, konkrete Themen ausschreibt und ein Standard-Design (z.B. A4 hoch, Seitenrahmen mit Name und Datum, WsC-Schriftart, …) als Vorlage einstellt, könnte ich mir gut vorstellen, dass sich Autor*innen für die Hefte innerhalb der Nutzer*innen des WsC finden werden. Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber Stück für Stück. Man könnte dafür ja auch nutzen, was schon an einzelnen Dateien in der Tauschbörse ist, und das in sinnvolle Abfolge und einheitliches Layout bringen.

    Und zur Kooperation mit Verlagen generell: wenn man euren Beitrag liest, merkt man recht deutlich, dass ihr selbst kein gutes Bauchgefühl habt. Wie wäre es stattdessen mit eine Koop mit Unis oder Ref-Seminaren? In der Ausbildungszeit geht es ja auch darum, zu lernen, wie man wertiges Material selbst erstellt. Die Koop-Seminare könnten euer Programm testen und dafür das Material, das im Rahmen des Seminars erstellt wird, am Ende hochladen. Da lesen dann kein Verlagslektoren drüber, sondern die Dozenten. Wäre also auch geprüftes Material. Und mit einem einzigen Seminar hättet ihr schon zwanzig Autor*innen gewonnen 😉 Und das Beste: es würde mehr mit eurer Philosophie einhergehen, die Lehre zu unterstützen als die Verlage.

    Das war jetzt viel und recht durcheinander, aber vielleicht helfen euch meine Gedanken ja ein wenig weiter!

    Viele Grüße aus Augsburg,
    Julia

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hallo Julia,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, und die vielen Ideen! Mit dem Durcheinander komme ich klar. 🙂

      Dein Gedanke mit der Tauschbörse finde ich interessant. Wenn ich dich richtig verstehe, dann meinst du damit, dass Lehrkräfte „gemeinsam“ an einem Heft arbeiten können. Und wir das Ganze initiieren und die technischen Möglichkeiten zur Verfügung stellen, beispielsweise über die Tauschbörse? Mit dem Gedanken werde ich mal schwanger gehen.

      Zu der Kooperation: ich hatte bei dieser Kooperation keinerlei schlechtes Bauchgefühl, sonst hätte ich das Projekt nicht gemacht. Im Gegenteil: die Kooperation lief richtig gut, und die Zusammenarbeit mit Michaela und dem Verlag an der Ruhr hat sehr viel Spaß gemacht. Es ging uns allen Dreien nur darum, ein gutes Arbeitsheft zu erstellen und die Möglichkeiten des Worksheet Crafter auszureizen. Das war echt ne gute Sache!

      Der Knackpunkt ist stattdessen der hier: das ist etwas völlig Neues für uns. Und es bringt Elemente mit, mit denen wir bisher nicht jongliert hatten: beispielsweise eingeschränktere Nutzungsrechte und kostenpflichtiges Material. Gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, mehr Zeit in die Erstellung eines Arbeitsheftes reinzustecken. Es hat also Vor- und Nachteile.

      Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich nicht abschätzen kann, wie das bei euch ankommt und wie groß der Nutzen für euch am Ende ist. Daher werfen wir das hier so offen in die Runde. Und spanne damit wieder den Bogen zu deiner Rückmeldung – nochmal danke dafür.

      Liebe Grüße,
      Fabian

  12. Stefan Dietrich sagt:

    Lieber Fabian,
    danke für die offene und konstruktive Diskussion hier. Ganz vieles ist hier schon geschrieben worden. Einen Punkt möchte ich aber doch noch mal rausgreifen, den ich so nicht stehen lassen kann. Ich finde nämlich leider nicht, dass dies ein gelungenes Heft ist. Mag sein, dass von der Autorin hier viel Herzblut geflossen ist und der Verlag geprüft hat, aber aus methodischdidaktischer Sicht sehe ich hier kein klares und überzeugendes Konzept, sondern nur eine Ansammlung von Übungen, wobei mein Gefühl wahrscheinlich auch durch das unterschiedliche Layout der Seiten noch verstärkt wird. Die Idee mit Universiäten oder Studienseminaren zusammenzusarbeiten finde ich dagegen wirklich gut, denn da ist man bei denen, die die neuesten wissenschaftlichen Studien kennen. Ob man bei einem Verlag dahingegen so kompetent ist, mag ich nach diesem Projekt schon gerne zur Diskussion stellen. Nichts für ungut, aber das ist meine Meinung.
    Grüße von Stefan

  13. Julia sagt:

    Hallo liebes Team,
    generell finde ich ein Bündel ähnlich gestalteter und thematisch zusammenhängender Blätter schön und praktisch. Ich sehe aber ein weiteres Problem. Verlage haben Rechte auf das geistige Eigentum. Wenn ich jetzt die digitale Version kaufe und verändere, dann kann ich sie für meinen Unterricht benutzen. Ich darf es aber nicht an meine Freundin in der Parallelklasse weitergeben. Sie müsste sich also eigenes Material besorgen. (Klingt im ersten Moment ziemlich unkollegial, wenn man bisher geteilt hat…) – Oder aber, wir gestalten das Material mit dem WS-Crafter selbst, tauschen es hin und her und benutzen die Cliparts, die irgendwann zum normalen WS-Crafter-Umfang gehören. Wenn das Material mit den gleichen Cliparts gebaut wird und die Aufgaben sich ähneln (was bei über 40 Seiten zum gleichen Thema sehr wahrscheinlich der Fall sein wird…), dann sind wir rechtlich auf dünnem Eis…. und da wir in der Schule schon mehrfach mitbekommen haben, dass es von Verlagsseiten Unterlassungsklagen gibt, möchte ich nicht mit Materialien arbeiten, die es als veränderbare Dateien kostenpflichtig von Verlagen gibt. Gäbe es das Material nur als pdf, dann wäre klar, wem das geistige Eigentum gehört….- aus diesem Grund sind viele Dateien, die man auf Online-Lehrerplattformen kaufen kann nur in pdf mit fest eingebundenen Bildern erhältlich. SIe können und dürfen nicht verändert werden. Es ist klar, auf wessen Seite das Recht ist. – Das Benutzen von WS-Crafter-ABs auf kostenpflichtigen Plattformen (als kostenfreier Download) schließt ihr aus gutem Grund aus. (Vermutlich, weil es dann Werbung / oder ein Anlocken für mein kostenpflichtiges Material wäre, was eurer Philosophie entgegen steht. Und das ist vollkommen in Ordnung und akzeptiere ich so! :)) -Der Verlag an der Ruhr profitiert ja nun enorm davon, dass ihr Cliparts und einen riesigen interessierten Kundenstamm hergebt, weil ihr sogar als Mail / auf der Plattform für das kostenpflichtige Angebot des Verlags werbt…
    Wenn ihr das Angebot nun in verschiedenen Bereichen ausbaut, wird es für mich als Nutzerin immer schwieriger zu wissen, was ich getrost benutzen kann und wo sich vielleicht mal ein Verlag meldet. Außerdem müsste ich bei Veränderungen des Verlagsmaterial das Copyright drauf lassen, um mich zu erinnern, dass ich diese Seite nicht weitergeben darf. (Und ihr müsst aufpassen, dass keiner etwas aus Versehen in die Tauschbörse lädt, dass dem Verlagsmaterial zu ähnlich ist. Denn wenn ich es unwissend runterlade und verwende/weitergebe, dann bekomme ich den gleichen Ärger, als hätte ich es direkt vom Verlag geklaut oder muss beweisen, dass es in der Tauschbörse war…) – Klar, mag übertrieben klingen, aber da ich mich auf kostempflichtigen Onlineplattformen rumtreibe und selbst bei einem anderen Verlag arbeite, weiß ich, dass das Urheberrecht unglaublich kompliziert ist und auch die Redaktion immer wieder in der Rechtsabteilung für Detailfragen nachfragt, weil wirs nicht wissen… und mit einer Abmahnung hab ich auch schon Bekanntschaft gemacht, als ich etwas noch nicht so genau wusste… Wenn der Bereich weiter ausgebaut wird, werde ich auf jeden Fall vorsichtiger mit dem Weitergeben meines Materials und das steht dem Gemeinschaftsgedanken doch auch etwas entgegen.
    Was das Layout angeht, muss ich Stefan DIetrich absolut zustimmen. So sahen meine ersten Seiten aus. Eine Sammlung von Material – sicherlich mit Herzblut und guten Ideen – aber wo ist das Konzept? Der Leitfaden? Ich vermisse ein hübsches Layout mit Namen, Datum… – Die Idee, mit Seminaren zusammenzuarbeiten finde ich auch super. Dann aber bitte mit ein oder zwei Seiten didaktischer Erläuterung. Die müssen die Studis/Refis sowieso ständig schreiben und würde sie bestimmt nicht zusätzlich zu stark belasten. Dann würden wir aber auch gleich sehen, worum es geht und müssen das Konzept nicht aus den Arbeitsblättern herleiten. – Statt reiner Materialflut könnte man Blütenaufgaben oder offene Aufgaben konzipieren… das waren die THemengebiete aus denen ich in Mathe Aufgaben fürs Seminar (und damit fürs Altpapier) produzieren musste. Bis ich sie einsetzen konnte dauerte es da noch Jahre… Wenn ein Studi/Refi etwas herstellt und dann auf der Plattform Rückmeldung erhält, lernt er viel mehr und freut sich, dass die mühevolle Arbeit honoriert wird.
    Also bitte nicht böse sein, dass ich von der Zusammenarbeit nicht viel halte… aber das Rechtliche und der Gemeinschaftsgedanke finde ich nicht ausgereift….

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hallo Julia,

      vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung. Danke auch für dein Feedback zum Arbeitsheft selbst. Das gebe ich gerne an den Verlag und die Autorin weiter.

      Mit deinem Aspekt zum Urheberrecht sprichst du einen wichtigen Punkt an. Das ist tatsächlich genau eine der Fragen, die wir im Rahmen dieses Projekts mit euch zusammen besprechen und Herausfinden möchten. Und um die sich der Verlag an der Ruhr sicherlich auch Gedanken macht. Da nehme ich deine ausführliche Erläuterung doch gleich mal mit in den Gesprächs-Rucksack.

      Auf deiner einen Seite haben Verlag ein verständliches Interesse daran, dass Urheberrecht eingehalten wird. Auf der anderen Seite verschwimmen diese Grenzen bei digital verändbarem Material im Vergleich zu fixem PDF-Material. Und gerade der Worksheet Crafter lebt davon, dass Material einfach differenziert werden kann und ihr euch dabei kein Kopfzerbrechen über Rechte machen müsst.

      Wobei selbst bei PDFs die Frage ist, was passiert, wenn du ein Material erstellst, das zufällig ähnlich wie ein fertiges Kauf-PDF aussieht. Hattest du diesen Fall schon mal? Und falls ja, was ist da geschehen? Das ist im Prinzip ja ein ähnliches Szenario.

      Daher möchten wir die Pro und Contra für solche Kooperationen genau abwägen. Und wollten dafür auf jeden Fall auch ein Kooperationsprojekt durchführen, um konkrete Erfahrungen zu sammeln. Und die Möglichkeit zu haben, eine Diskussion anzustoßen, die sich nicht nur im theoretisch „angenommen wir würden“-Raum abspielt. Das Feedback und die Gedankengänge hier im Blog sind sehr wertvoll für uns.

      Liebe Grüße,
      Fabian

  14. katrin horn sagt:

    Die Idee zur Kombination vom Worksheetcrafter und Verlag finde ich super! Gerne hätte ich den Matheprofi als PDF und WS- Datei heruntergeladen. Für Digitale Artikel müsste ich mich beim Verlag an der Ruhr registrieren. Leider ist bei der Registrierung in der Länderliste die Schweiz nicht vorhanden und somit klappt es mit der Registrierung nicht.
    Kann ich das Heft nicht bestellen, wenn ich in der Schweiz wohne?

    1. Fabian Roeken sagt:

      Hallo Katrin,

      na sowas! Da bin ich glatt überfragt.

      Aber frag da gerne direkt beim Verlag an der Ruhr nach. Der Verlag kümmert sich bei der Kooperation um alles rund um die Bestellung. Sie können dir bei der Frage sicherlich weiterhelfen.

      Liebe Grüße,
      Fabian

  15. Die Idee finde ich super! Ich selbst mag Mathe überhaupt nicht es überfordert mich, aber für meinen Sohn ist es genau das richtige und er hat schon einige Ihrer Arbeitshefte bearbeitet.

    Mfg Charlotte

    1. Support-Team sagt:

      Hallo Charlotte,

      vielen Dank für das positive Feedback!

      Liebe Grüße
      dein Support Team

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